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Malteser Klinik von Weckbecker

Rauchentwöhnung

Klaus O.
gab in der Malteser Klinik von Weckbecker das Rauchen auf

"Früher 70 Zigaretten am Tag, jetzt seit 18 Jahren Nichtraucher


Klaus O. hat mit 38 Jahren etwa 70 Zigaretten am Tag geraucht. Bis seine Ärztin ihm sagte, dass er mit dem Rauchen aufhören muss. In der Malteser Klinik von Weckbecker lernte er, ohne Zigaretten zu leben. Das ist jetzt 18 Jahre her. Seitdem hat er nie wieder eine Zigarette angerührt.

Warum wollten Sie aufhören zu rauchen?
Ich war ein sehr starker Raucher, mein Konsum hat sich gesteigert bis auf 70 Zigaretten pro Tag. Ich war immer sehr gesund und kräftig. Bis zu meinem 25. Lebensjahr war ich Sportler, und das Rauchen hat mir nie Probleme bereitet. 1986 - ich war 38 Jahre alt - setzte bei mir von heute auf morgen eine Luftnot bei der Gartenarbeit ein und ich bekam Ausschlag. Die Lungenärztin, die ich aufsuchte, sagte mir klipp und klar, dass ich mit dem Rauchen aufhören muss. Das habe ich erst nicht eingesehen: Schließlich rauchten in meinem Bekanntenkreis viele - und niemand schien ein Problem damit zu haben. Ich wollte mir schon einen neuen Arzt suchen, aber dann ging es mir immer schlechter. Zur Rauchentwöhnung empfahl mir meine Ärztin die Malteser Klinik von Weckbecker.

Was passierte bei Ihrem Aufenthalt in der Malteser Klinik von Weckbecker?
Ich muss zugeben, dass es mir zuerst sehr schwer fiel in der Klinik. Ich sollte weder rauchen, noch essen. Zwei Dinge, die ich als Genussmensch sehr gerne gemacht habe. Nach drei Tagen bekam ich auch hohes Fieber, das mich im Bett hielt. Ich war damals überzeugt davon, das absolut Falsche zu tun und meinem Körper mehr zu schaden als zu nutzen. Ich wollte eigentlich auf der Stelle die Klinik verlassen, aber der zuständige Arzt hat mich immer wieder beruhigt. Ich wurde gut behandelt und ich fühlte mich gut betreut.

Nach vier bis fünf Tagen ging es mir auch wieder viel besser und ich habe alleine draußen in den Wäldern Wanderungen unternommen. Außerdem habe ich das komplette Programm der Klinik mitgemacht. Ich habe alle Sportangebote wahrgenommen und die Vorträge haben mir ein anderes Bewusstsein vermittelt: Mein Körper ist nicht unendlich. Diese Einsicht hat mein Leben verändert.

Haben Sie vorher schon versucht, mit dem Rauchen aufzuhören?
Natürlich habe ich öfter versucht aufzuhören. Meine Frau raucht nicht, und ich bin Vater zweier Töchter. Die haben mir immer zugeredet, dass ich mit dem Rauchen aufhören solle. Außerdem die Verbote: Rauch nicht im Auto! Rauch nicht im Schlafzimmer! Rauch nicht in der Küche! Es nervte, und ich versuchte oft, das Rauchen zu lassen. Dann bin ich aber doch wieder heimlich auf den Dachboden gegangen, um den Rauch der Zigarette aus dem Dachfenster zu pusten. Ich habe auch mal vier Wochen nicht geraucht, habe aber dann das Doppelte wieder nachgeholt. Nie habe ich es auf Dauer geschafft aufzuhören. Rauchen ist eine starke Sucht, aber das muss man sich erst mal eingestehen.

Warum haben Sie es in der Malteser Klinik von Weckbecker geschafft?
Ich hatte mich im Vorfeld psychisch völlig darauf eingestellt, dass ich in den nächsten drei Wochen nichts mehr essen und nicht rauchen darf. So kam ich mit einem starken Willen dort an.

Insgesamt herrschte in der Klinik ein sehr angenehmes Klima, das mir mein Durchhalten erleichterte. Alle Mitarbeiter waren sehr, sehr freundlich. Eine Freundlichkeit, die nicht antrainiert wirkte, sondern einfach da war. Mein Zimmer war außerdem sehr schön und sehr hell. Ich fühlte mich wohl und einfach gut betreut.

Natürlich wurde mir gesagt: Sie sollten nicht mehr rauchen. Das haben mir vorher aber auch schon viele andere gesagt. Genutzt hat mir vor allem das Komplettangebot der Klinik. Ich war von morgens 6 Uhr an beschäftigt: Sportangebote, Ernährungsschulungen, Vorträge. Der Hauptpunkt bei der Rauchentwöhnung in der Klinik ist natürlich aber das Fasten.

Wie haben Sie es empfunden, zum ersten Mal zu fasten?
Es ist schwierig, jemandem, der noch nie gefastet hat, zu beschreiben, wie sich Fasten anfühlt. Lesen Sie mal in Ihrem warmen Zuhause in Ihrem bequemen Sessel ein spannendes Buch, in dem beschrieben wird, wie bitterlich kalt es draußen ist und wie sehr jemand friert. Sie meinen zwar, dass Sie sich da hineinversetzen können, aber wie es sich wirklich anfühlt, erfahren Sie erst, wenn Sie selber draußen in der Kälte sind und frieren. So ähnlich ist es auch mit dem Fasten. Das kann nur jemand verstehen, der selber schon gefastet hat. Es gibt Tage, da macht einem das Fasten gar nichts aus, und an anderen Tagen quält man sich und leidet. In jedem Fall lernt man, seinen Körper bewusster wahr zu nehmen. Man merkt, was seinem Körper gut tut und was nicht.

Wie war es, als Sie nach den drei Wochen wieder nach Hause kamen?
Meine Familie hat sich so gefreut, dass ich nicht mehr rauche! Und was ich vorher nie geglaubt hätte: Ich hatte auch wirklich kein Bedürfnis mehr zu rauchen. Im Gegenteil: Mir wurde übel, wenn in meiner Umgebung geraucht wurde. Ich als Chef konnte es nicht mehr ertragen, wenn der Qualm meiner Mitarbeiter durch die Türritze in mein Büro drang. Ich musste immer das Fenster aufreißen.

Mit ging es wieder richtig gut. Vorher war mir nicht aufgefallen, dass ich meinen Geruchs- und Geschmackssinn verloren hatte, aber jetzt konnte ich wieder fantastisch riechen und schmecken.

Inzwischen war ich bereits 20 Mal zu Gast in der Malteser Klinik von Weckbecker. Ich habe 18 Jahre lang nicht mehr geraucht. Und mir fehlt gar nichts! Ich kann sagen: Ich bin geheilt.
 
 

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