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Viralen Infekten vorbeugen helfen

Unser Chefarzt Dr. med. Rainer Matejka gibt Tipps, wie Sie einer Ansteckung vorbeugen und Ihren Körper bei einer Viruserkrankung bestmöglich unterstützen können.

Liebe Leserin, lieber Leser,

die aktuelle Dramatik im Zusammenhang mit der weltweiten Ausbreitung des Corona-Virus hätten wir uns alle noch vor ein paar Tagen kaum vorstellen können. Deswegen meine dringliche Bitte: Halten Sie sich strikt an die behördlichen Auflagen! 

Neben den bekannten Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen mit Seife, Abstand zueinander halten, Berührungen mit der Hand im Gesicht vermeiden und Einhalten der Husten- und Niesetikette (bitte in die Armbeuge!) gibt es auch naturheilkundliche Wege, einer viralen Infektion vorbeugend zu begegnen und sie zu behandeln. Einige Verfahren sind mittels Studien recht gut belegt, andere sind rein erfahrungsmedizinischer Natur. 

Auch wenn es keine Studien gibt, die eine spezielle Wirkung bei der aktuellen Covid-19 Erkrankung belegen: Es ist davon auszugehen, dass die unspezifischen abwehrsteigernden Effekte nachstehend aufgeführter Verfahren auch bei Covid-19 Sinn machen.
Achten Sie gut auf sich und Ihre Mitmenschen und bleiben Sie gesund!

Ihr Matejka


1. Sorgen Sie für Wärme von Innen und Außen

  • Warme Füße sind nicht nur für das Wohlbefinden wichtig, sondern auch für die Abwehrkraft. Gönnen Sie sich regelmäßig warme bzw. ansteigende Fußbäder. Zusätze wie Rosmarin fördern die Durchblutung, Fichtennadelextrakt regt die Abwehrkräfte an. 
  • Auch warm-kalte Wechselduschen nach Sebastian Kneipp machen Sie weniger anfällig für Erkältungskrankheiten. Achtung: keine kalten Güsse auf kalte Extremitäten!
  • Halten Sie ferner vor allem Nacken, Handgelenke und Hüftbereich warm. In diesen Körperregionen verlaufen zentrale Blut- und nach der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) auch Energiebahnen (Meridiane), welche die gesamte Körperregulation beeinflussen. 
  • Vermeiden Sie Klimaanlagen und trockene Luft. Lüften Sie regelmäßig.
  • Auch Rotlicht zwischen den Schulterblättern, auf Brust oder Nacken sowie Saunagänge sorgen für wohltuende Wärme (Saunagänge nicht bei akuten Infekten, bei chronischen Nasennebenhöhlen-Entzündungen eher Dampfbad bevorzugen).
  • Achten Sie jetzt besonders auf wärmende Kost! Statt Salat und Rohkost besser schonend gegartes Gemüse mit wärmenden Gewürzen verzehren. Dazu Kräutertees, wie z.B. Lindenblüten- oder Rooibos-Tee, statt kühlendem Mineralwasser.

2. Bleiben Sie in Bewegung

  • Bewegen Sie sich täglich mindestens 30 Minuten im Freien, am besten im Wald, auch wenn das Wetter einmal nicht dazu einlädt. Das stärkt die Abwehrkräfte. Aber stets warm anziehen!

3. Pflanzenkraft stimuliert Ihre Abwehrkräfte

  • Pflanzenextrakte zum Beispiel aus Zistrose (Cystus), Sonnenhut (Echinacea) (Zurückhaltung bei Autoimmunerkrankungen) und Wasserdost (Eupatorium) wirken stimulierend auf Ihre Abwehrkräfte und können dadurch Infekten vorbeugen bzw. die Erkrankungsdauer verkürzen. Beispiele:
    Cystus canadensis: z.B. in Cystus Pandalis ®,
    Sonnenhut (Echinacea): z.B. in Esberitox ®, Echinacea classic stada ®,
    Wasserdost (Eupatorium): z.B. Contramutan ®

4. Weitere unterstützende Maßnahmen

  • Eine Mikrobiologische Therapie mit Enterokokken (z.B. Symbioflor® 1) oder Colibakterien (z.B. Rephalysin®, Colibiogen®, Mutaflor®) fördert eine gesunde Darmflora und damit das Immunsystem.
  • Stellen Sie eine ausreichende Zinkzufuhr sicher (z.B. Zinkcitrat 39, Zinkorot® 25). Bei Halsschmerzen ggf. Zinktabletten ein- bis zweimal täglich kauen.
  • Achten Sie auf eine angemessene Versorgung mit Vitamin D, supplementieren Sie bei Bedarf.
  • Die tägliche Nasenspülung mit Kochsalzlösung oder Emser Salz unterstützt die Selbstreinigung der Nasenschleimhaut und gibt dadurch Viren keine Angriffsfläche zum Eindringen in den Organismus.
  • Vergessen Sie nicht, reichlich zu trinken, um die Entgiftungsprozesse im Körper aufrecht zu erhalten. Am besten Wasser, Tee oder stark verdünnte Fruchtsäfte.
  • Auch eine positive Lebenseinstellung kann das Immunsystem stärken. Versuchen Sie, sich nicht allzu viele Sorgen zu machen und zuversichtlich zu bleiben. Gönnen Sie sich Ruhe und ausreichend Schlaf. Regelmäßige Aufenthalte in der Natur (z.B. Waldbaden) und der Umgang mit Tieren fördern zusätzlich Abwehrstärke und Lebenslust.

5. Sofortmaßnahmen bei Infektionen - aus der naturheilkundlichen Erfahrungsmedizin

  • Bei hohem Fieber (jedoch nicht bei Schüttelfrost oder kalten Händen/Füßen) können Wadenwickel helfen. Das kalte Wasser im Wickel bewirkt eine Kühlung der Unterschenkel und dadurch einen Wärmeverlust des Körpers. Den Wickel fünf bis zehn Minuten aufliegen lassen, drei bis vier Mal wiederholen.
  • Brustwickel sind empfehlenswert bei Bronchitis und Husten, aber auch bei Asthma und Lungenentzündung. Kalte Brustwickel mit Quark wirken entzündungshemmend und fiebersenkend. Heiße Brustwickel werden bei hartnäckigem, krampfhaftem Husten eingesetzt (doch nur wenn kein Fieber besteht). Ob heiß oder kalt können unterstützend ätherische Öle wie Eukalyptus, Pfefferminz oder Thymian zugegeben werden.
  • Naturheilkundliche Arzneimittel:
    -   Hochdosis Vitamin C-Infusion (z.B. Pascorbin ®) - nicht bei Nierenfunktionsstörung
    -   Gripp-Heel + Traumeel + Engystol – als Dreierspritze ggf. drei Tage hintereinander durch Hausarzt, Ampullen können auch getrunken werden (in ein Glas Wasser geben und schluckweise austrinken)
    -   toxi-loges ®-Tropfen (enthalten u.a. Echinacea und Eupatorium)