Prävention & Behandlung

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED)

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED)

Dr. med. Yvonne HöferVon Dr. med. Yvonne Höfer
Chefärztin, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren, Fastenmedizin, Psychotherapie

Aktualisiert am 31.08.2026
Lesezeit: ca. 7 Minuten

Heilfasten bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED)

Unter dem Begriff chronisch-entzündliche Darmerkrankung (CED) werden wiederkehrende oder dauerharte Entzündungen des Verdauungstraktes zusammengefasst – die beiden häufigsten Formen sind Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. 

Morbus Crohn kann grundsätzlich den gesamten Verdauungstrakt betreffen. Typische Beschwerden sind Durchfälle, Bauchschmerzen, Gewichtsverlust und Müdigkeit. Zusätzlich können beispielsweise auch Gelenke, die Haut oder auch die Augen betroffen sein. 

Bei der Colitis ulcerosa steht häufig ein blutig-schleimiger Durchfall im Vordergrund. Weitere mögliche Beschwerden sind Bauchschmerzen, schmerzhafter Stuhldrang und Fieber. Auch bei der Coltis ulcerosa können Begleiterkrankungen außerhalb des Darmes auftreten.

Lesen Sie hier das Wichtigste zum Krankheitsbild und wie medizinisches Heilfasten unterstützen kann. 

Das Wichtigste in Kürze

  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankung (CED) sind wiederkehrende oder dauerharte Entzündungen des Verdauungstraktes. Zu den häufigsten Erkrankungen gehören Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.
  • Obwohl es keine Heilung für CED gibt, kann Heilfasten durch seine entzündungshemmenden und regenerativen Effekte eine ergänzende Maßnahme sein, um Symptome zu lindern und das Verdauungssystem zu unterstützen. 
  • Um eine sichere Durchführung zu gewährleisten, sollte das Fasten bei CED unter ärztlicher Aufsicht erfolgen und individuell an das Beschwerdebild angepasst werden.

Die Ursachen einer CED

Die genauen Ursachen von CED sind bisher nicht vollständig verstanden. Es wird jedoch angenommen, dass eine fehlregulierte Immunantwort im Zusammenspiel mit genetischen, umweltbedingten und mikrobiombezogenen Faktoren eine Rolle spielt. 

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen sind chronische Erkrankungen, deren Behandlung darauf abzielt, die Entzündungsaktivität zu kontrollieren, Beschwerden zu lindern, Schübe und Komplikationen zu vermeiden sowie eine möglichst langfristige Remission zu erhalten.

Die häufigsten Beschwerden einer CED

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen können sich sehr unterschiedlich äußern. Zu den häufigsten Erkrankungen gehören Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.

Häufige Beschwerden im Bereich des Magen-Darm-Trakts sind:

  • Anhaltende oder wiederkehrende Durchfälle

  • Blut oder Schleim im Stuhl, besonders häufig bei der Colitis ulcerosa

  • Bauchschmerzen und krampfartige Beschwerden

  • Schmerzhafter, dringlicher Stuhlgang, insbesondere bei der Colitis ulcerosa

  • Bei Morbus Crohn können Übelkeit und Erbrechen durch eine Beteiligung des oberen oberen Magen-Darm-Trakts oder durch entzündliche beziehungsweise narbige Engstellen entstehen 

  • Schmerzhafte Veränderungen am After zum Beispiel Fissuren, Fisteln oder Abszesse besonders bei Morbus Crohn

Häufige allgemeine Beschwerden sind:

  • Müdigkeit und Erschöpfung

  • Ungewollter Gewichtsverlust

  • Appetitlosigkeit

  • Fieber oder erhöhte Temperatur

  • Blässe oder Leistungsminderung, beispielsweise im Zusammenhang mit einer Anämie (Blutarmut) oder einem Nährstoffmangel

Bei etwa 20 – 40% der Patienten mit CED treten zusätzlich Beschwerden außerhalb des Darms auf. Dazu gehören:

  • Gelenke: Schmerzen, Schwellungen oder entzündliche Veränderungen

  • Haut: schmerzhafte rote Knoten, insbesondere an den Unterschenkel oder andere entzündliche Hautveränderungen

  • Augen: Rötung, Schmerzen, Lichtempfindlichkeit oder Sehstörungen

  • Mund: wiederkehrende schmerzhafte Aphten

  • Leber und Gallenwege: seltene entzündliche Begleiterkrankungen wie die primär sklerosierende Cholangitis. 

Heilfasten als ergänzende Therapie bei CED

Heilfasten ist eine Methode, bei der über einen begrenzten Zeitraum keine feste Nahrung aufgenommen wird. Stattdessen werden Flüssigkeiten wie Wasser, Kräutertees und Gemüsebrühe konsumiert. Dadurch werden im Körper Prozesse angestoßen, die speziell bei einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung positive Effekte haben können: 

Entlastung des Verdauungssystems:

Das Fasten ermöglicht es dem Verdauungssystem, eine Pause von der Verdauung fester Nahrung einzulegen. Dadurch wird der Darm entlastet und hat Zeit, sich zu beruhigen und zu regenerieren.

Reduzierung von Nahrungsmitteltriggern:

CED-Patienten haben oft spezifische Nahrungsmitteltrigger, die ihre Symptome verschlimmern können. Durch das Fasten werden potenzielle Triggerfaktoren aus der Ernährung entfernt, was zu einer vorübergehenden Linderung der Symptome führen kann.

Regeneration der Darmschleimhaut:

Es wird angenommen, dass die Pause im Verdauungssystem, die beim Heilfasten entsteht, zu einer Verbesserung der Darmschleimhautintegrität führen kann. Dies kann wiederum die Symptome von CED lindern.

Entzündungshemmende Wirkung:

Durch das Fasten wird der Körper in einen Zustand der Ketose versetzt, bei dem er beginnt, Fett als primäre Energiequelle zu nutzen. Dieser Prozess hat entzündungshemmende Effekte, der auch die Entzündung im Darm reduzieren kann.

Für wen ist Heilfasten bei CED nicht geeignet?

Während eines akuten Krankheitsschubs, bei bestehender Mangelernährung oder bei bestimmten Komplikationen (z.B. Engstellen oder Fisteln) kann Fasten den Körper zusätzlich belasten, statt ihn zu entlasten. Ob und in welcher Form Heilfasten für Sie infrage kommt, hängt von Ihrer aktuellen Erkrankungsphase ab – das klären wir gemeinsam im persönlichen Gespräch.

Lassen Sie uns gemeinsam prüfen, ob eine Fastenkur für Sie geeignet ist

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Warum ist bei einer CED Heilfasten im Weckbecker Konzept sinnvoll?

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen sind komplexe Erkrankungen, die eine langfristige Betreuung erfordern. Obwohl es keine Heilung für CED gibt, kann das Heilfasten als ergänzende Maßnahme zur Linderung von Symptomen und zur Unterstützung des Verdauungssystems dienen. 

Um eine sichere Durchführung zu gewährleisten, sollte das Fasten bei CED unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Die medizinische 24 Stunden-Betreuung der Dr. von Weckbecker Klinik bietet hierfür einen sicheren Rahmen. Zusätzlich wird das Heilfasten in ein ganzheitliches Konzept eingebunden und durch individuell angepasste Behandlungen ergänzt, um die Fastenwirkung speziell bei CED zu verstärken:

  • Personalisiertes Fasten zur gezielten Entgiftung, Entlastung und Zellreparatur
  • Darmbad (Colontherapie) zur effektiven Darmreinigung und gegen Fasten-Nebenwirkungen wie Hunger und Kopfschmerzen
  • Leberwickel und Kneipp-Anwendungen zur Aktivierung von Leber-Detox, Stoffwechsel und Lymphsystem
  • Manuelle Therapien zur Behandlung körperlicher Beschwerden und Organ-Wechselwirkungen (z.B. Osteopathie, Craniosacrale Therapie, Physiotherapie, manuelle Lymphdrainage, Bindegewebs-, Fußreflex-, Akupunkt-Massage nach Penzel® uvm.)
  • Bewegungs- und Entspannungstherapie für ganzheitliche Regeneration und neues Gleichgewicht von Körper und Geist
  • Lebensberatung, Spiritualität und Achtsamkeit zur Unterstützung der mentalen Gesundheit

Gut vorbereitet in die Fastenkur

Als begleitende Behandlungsmethode kann das Heilfasten einen positiven Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen leisten. 

Wir beraten Sie gerne zu Ihrer persönlichen Fastenkur.

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Häufig gestellte Fragen bei CED

Ist Heilfasten bei einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung sinnvoll?

Ja, weil es das Verdauungssystem entlastet, Entzündungen reduziert und den Darm bei der Regeneration unterstützen kann.

Welche Fastenmethode ist bei einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung am besten geeignet?

Welche Fastenmethode für den Einzelnen am besten geeignet ist, hängt von den persönlichen Ausprägungen und Begleitsymptomen der CED ab. Für eine sichere Durchführung sollte das Fasten ärztlich kontrolliert und therapeutisch begleitet werden. Die Dr. von Weckbecker Klinik bietet fünf unterschiedliche Fastenmethoden an, unter denen die individuell passende Variante ausgewählt werden kann. 

Dieser Artikel wurde am 31. August 2026 von Dr. med. Yvonne Höfer medizinisch geprüft. Nächste turnusmäßige Überprüfung: Februar 2027.

Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei bestehenden Erkrankungen oder regelmäßiger Medikamenteneinnahme besprechen Sie eine Fastenkur bitte vorab mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Dr. med. Yvonne Höfer

Dr. med. Yvonne Höfer

Chefärztin, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren, Fastenmedizin, Psychotherapie

Bereits früh in ihrer medizinischen Laufbahn erkannte Dr. Yvonne Höfer ihre Leidenschaft für ganzheitliche Gesundheitsansätze und die entscheidende Rolle der Ernährung bei der Behandlung von chronischen Erkrankungen. Als Vertreterin der integrativ ausgerichteten Medizin sieht Dr. Höfer das Ziel vor allem darin, Krankheiten ursächlich zu behandeln.

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